Mais als Nutz- und Heilpflanze

Mais besitzt zahlreiche, wertvolle Inhaltsstoffe, die seit vielen Jahrhunderten bekannt sind. Deshalb ist Mais in vielen Ländern ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Der Mais wird hauptsächlich innerlich angewendet. Er hat blutstillende, blutzuckersenkende, cholesterinsenkende, entzündungshemmende, harntreibende und schmerzstillende Eigenschaften.

Die Herkunft des Mais

Mais ist eine faszinierende Pflanze, die zur Familie der Süßgräser gehört und aus den Tropen Mittelamerikas stammt. Diese Pflanzenfamilie ist weltweit in allen Klimazonen verbreitet und kennzeichnet sich durch einen grasartigen Habitus. Neben dem Mais zählen alle Getreidesorten zu den Süßgräsern.

Das Zentrum der ersten Kultivierung von Mais liegt in Mexiko. Sie ist eine sogenannte C4-Pflanze. Das bedeutet, sie bindet CO2 besser als andere Pflanzen und kann in Umgebungen mit hohen Temperaturen ohne viel Wasser auskommen.

Wirtschaftlich zählt Mais zu den wichtigsten Nutzpflanzen der Welt. Über 850 Millionen Tonnen Mais werden jährlich geerntet. Mais stellt ein häufig genutztes Nahrungsmittel und eine hervorragende Futterquelle dar. Viele Pflanzenteile werden zu weiteren Produkten wie Maiskeimöl, Maisstärke oder Biokunststoff weiterverarbeitet.

Mais ist eine kräftige, krautige Pflanze, die eine Lebenszeit von einem Jahr besitzt und bis zu drei Meter hoch wachsen kann. Bei Untersuchungen stellte man Erstaunliches fest. Mais nimmt Geräusche wahr und reagiert auf eine Frequenz von 200 bis 300 Hertz. Zudem löst das Wurzelwerk Klickgeräusche aus, um mit anderen Maispflanzen zu kommunizieren. So erfahren sie, wo diese wachsen.

Geschichte des Mais

Bis heute ist nicht klar, ob der Mais vom Wildgras Teosinte abstammt, obwohl beide Arten sich optisch kaum unterscheiden lassen und ihre Chromosomenanzahl identisch ist. Doch der Fruchtwuchs ist verschieden. Bei der Teosinte fallen dreieckige Körner nach der Reife auf den Boden. Die Pflanze besitzt keinen Kolben, wie es beim Mais der Fall ist.

Interessant ist, dass der heutige Mais über die Jahrhunderte herangezüchtet wurde und sich nicht mehr alleine fortpflanzen kann. Forscher haben vor einigen Jahren herausgefunden, dass die Domestizierung des Mais bereits vor 8.700 Jahren in Mexiko begann. Der Mais zählt deshalb zu einer der größten Kultivierungsleistungen der Menschheit.

Verbreitung des Mais

Die ersten Anbausiedlungen befanden sich im Südwesten von Mexiko und im Gebiet von Tuscon, Arizona. Sie lagen auf Niederterrassen von Flüssen. Später wurde der Anbau mit Bewässerungsanlagen durchgeführt. Nach Europa kam der Mais 1525 durch Christoph Kolumbus, der die Pflanze in der Karibik entdeckte. Er nannte die Pflanze „Mays“, was sich aus dem Wort „mahiz“ ableitet, einem Wort aus der Sprache der Arawak, einem indigenen Volk aus Südamerika. 1543 fanden sich in Kräuterbüchern bereits Abbildungen der Maispflanzen.

Der Maisanbau in Europa fand zuerst im Osten des Mittelmeerraums statt, und zwar innerhalb der heutigen Grenzen der Türkei. In Deutschland nutzte man den Mais ab dem 16. Jahrhundert nur als Gartenpflanze. Erst nach einer großen Kartoffelseuche im Jahre 1805 entschieden sich die Landwirte für einen Maisanbau und die Züchtung von neuen Maissorten. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts stellte Mais allerdings nur einen geringen Anbauanteil in Deutschland dar.

Erst als es Anfang der 70 er Jahre gelang, Maissorten zu züchten, die für das deutsche Klima geeignet waren, stieg der Maisanbau enorm an. Heute gibt es mehr als 2,5 Millionen Hektar Maisflächen in Deutschland. In einigen Bundesländern besteht die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus Mais. Doch Deutschland ist nicht der größte Maisproduzent. Der meiste Mais wird in den Vereinigten Staaten, in China, Brasilien und Argentinien angebaut.

Die Maispflanze

Die Maispflanze ist eine sommergrüne, einjährige Getreideart mit einer Wuchshöhe von bis zu 3 Metern mit einem runden Halm, an denen viele glatte, längliche Blätter wachsen. Sie gehört zu den Hochleistungspflanzen und kann besser als andere Pflanzen Kohlendioxid in Kohlenhydrate umwandeln. Der Halm hat einen Durchmesser von rund 5 cm und besitzt im Inneren eine markhaltige, weiche Substanz. Am Stängel entwickeln sich viele Knoten, aus denen Wurzeln wachsen. Die sprossbürtigen Wurzeln saugen das Wasser und die Nährstoffe aus dem Boden auf und geben der Pflanze den notwendigen Halt.

Der heute kultivierte Mais ist einhäusig getrenntgeschlechtig. Männliche Blütenstände befinden sich an der äußeren Sprossspitze. Die weiblichen Blütenstände wachen im unteren Bereich des Halmes. Zur Blütezeit bilden sie Seidenfäden, die am Kolbenende heraushängen. Die Maiskolben sind von Blättern umhüllt, die auch Lieschblätter genannt werden.

Zur Reifezeit befinden sich im Kolben Maiskörner, die entweder gelb, rot, weißlich oder violett sein können. Der Mais liebt sandige, nährstoffreiche Böden in einem feucht-warmen Klima. Der wissenschaftliche Name Zea leitet sich aus dem griechischen ab und bedeutet Getreide. Mais ist ein Fremdbefruchter. Das bedeutet, die Pflanzen können sich nicht selbst bestäuben, da die Pollen den Mais verlassen, bevor die Blüten wachsen. Pro Pflanze ergeben sich in der Regel ein bis zwei Maiskolben mit rund 15 Kornreihen, die jeweils bis zu 50 Körner tragen können. Der Mais blüht von Juli bis September.

Pflanzengift im Mais

Die Griffel der Maisblüte sind giftig und besitzen in ihrem Inneren Alkaloide und Aflatoxine, ein natürlich vorkommendes Pilzgift. Das Gift kann beim Einatmen zu Erregungszuständen und Delirien sowie bei längerem Einatmen zu Erbrechen, Koliken und Durchfall führen. Die Maisgriffel finden bei Indianern auch als Rauschdroge Anwendung. In Peru raucht man die Griffel auch. Die Maiskolben selbst sind nicht giftig. Sie kann man direkt von der Pflanze weg frisch verzehren.

Der Anbau der Maispflanze

Jährlich werden in Europa rund 8,6 Millionen Hektar Mais angebaut, das entspricht rund 16 % der gesamten Getreidefläche. Mais ist im Vergleich zu anderen Getreidesorten standfester und düngeverträglicher. Aufgrund dessen wird der Maisanbau immer weiter ausgeweitet. Die Aussaat der Samen erfolgt in Abhängigkeit vom Standort und den Witterungsbedingungen im Frühling, meist gegen Ende April bis Mitte Mai. Eine richtige Aussaat, die Saatzeit und die Saattiefe entscheiden über den späteren Ertragserfolg.

Die Maissamen werden unter trockenen Bedingungen mit einer Einzelkornsämaschine im Reihenabstand von etwa 75 cm, einem Säabstand von 20 cm und einer Ablagetiefe von 4 cm ausgelegt. Die Keimung beginnt bei Temperaturen von über 8° C, wenn also kein Nachtfrost mehr vorherrscht. Andernfalls ist es möglich, dass Bodenpilze den Samen befallen, sodass er nicht mehr wachsen kann. Allerdings sollte man die Maissamen auch nicht zu spät säen, da die Pflanze sonst die Sonnenergie des Sommers nicht komplett nutzen kann.

Es ist ratsam, die Böden vor der Saat so vorzubereiten, dass sie die Bodenerwärmung fördern. Dies gelingt mit Geräten, die den Boden lockern und krümeln. Der Keimling durchstößt die Erdoberfläche relativ spät nach der Aussäzeit.

Die Blätter und Blütenstände bildet der Mais zuerst aus. Auf einen Quadratmeter Boden wachsen bis zu zwölf Pflanzen heran, die meistens einen Kolben besitzen. Der Mais stellt an den Boden keine hohen Ansprüche, gedeiht allerdings auf sandigen Böden am besten, die ein ausreichendes Speichervermögen für Wasser und Nährstoffe besitzen. Da der Mais nicht sehr tief wurzelt, empfiehlt es sich, Begleitpflanzen zu sähen, die einen Bodenabtrag durch Hanglage oder Regen minimieren.

Der Mais ist eine sogenannte C4-Pflanze mit einem effizienten Transpirationssystem und benötigt nur wenig Wasser. 1 Hektar Maisanbau liefert 50 bis 60 Menschen ein Jahr lang Sauerstoff und recycelt den CO2-Ausstoß von 60.000 km Autofahrt. Der Maisanbau hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Umweltschützer äußern sich darüber kritisch. Aus ihrer Sicht verändert der Maisanbau das Landschaftsbild in Deutschland stark und es besteht die Gefahr, dass es sich zu einer „Maiswüste“ entwickelt, deren ökologische Folgen kaum absehbar sind.

Maissorten

Weltweit gibt es über 5.000 Maissorten mit verschieden Reifegruppen. Sie werden mit einer dreistelligen Zahl von 100-900 beschrieben. In Deutschland verwendet man Saatgut mit den Kennzeichnungen 100-300 für den Anbau, da sie mit weniger Sonnenenergie auskommen, Frühjahrskälten aushalten und früher reifen. Das Saatgut ist in der Regel gezüchteter Hybridmais, der durch den Heterosis-Effekt zu einer Verdoppelung der Erträge führt. Dieses Saatgut entsteht durch die Kreuzung von Tochterpflanzen.

In Europa sind derzeit 500 Maissorten zugelassen. In vielen afrikanischen Ländern baut man QPM-Mais an. Diese Maissorte hat einen erhöhten Gehalt an essenziellen Aminosäuren und Proteinen. Auch gentechnisch veränderter Mais wird in Ländern wie USA, Brasilien, Argentinien und Kanada angebaut. Die Forschungen, weitere leistungsfähige Maissorten zu züchten, laufen auf Hochtouren. Erst vor kurzem entdeckten Wissenschaftler ein Gen, welches zu einem hohen Vitamin A Gehalt im Mais führt, wenn es in die Maissorten eingebracht werden würde.

Krankheiten der Maispflanze

Die bekanntesten Maiskrankheiten sind Keimlings- und Wurzelfäule, Kolbenfäule, Maisbeulenbrand, Maisrost und die Blattfleckenkrankheit. Ackerschnecken, Maiswurzelbohrer, Fritfliegen und Drahtwürmer sind tierische Schädlinge, die große Teile der Ernte vernichten können. Da Mais in großen Monokulturen angebaut wird, können die Folgen von Schädlingsbefall wirtschaftlich großen Schaden anrichten.

Die Maisernte

Die Maisernte von Silomais erfolgt in der Regel Mitte September bis Anfang Oktober. Den Silomais erntet man mit einem Feldhäcksler ab. Der Körnermaisernte findet später statt, wenn die Pflanze ihre Vollreife erreicht hat. Die Ernte ist bis Ende November möglich. Um zu prüfen, ob der Mais reif ist, muss man sich die Büschel am Ende des Maikolbens ansehen. Sind diese bereits braun gefärbt, ist der Mais erntereif.

Ein spezielles Schneidewerk trennt die Kolben von den Stängeln und befördert die Kolben in den Mähdrescher. Ein Hektar Maisfeld bringt bis zu 430 Dezitonnen Biomasse oder 90 Dezitonnen Körnermais ein. Nach der Ernte müssen die Körner oder die Maiskolben in durchlüfteten Drahtgittersilos eingelagert und getrocknet werden. In dieser Zeit macht der Mais eine Nachreife durch, die darin besteht, dass die molekularen Stoffe sich unter Wasseraustritt weiter zusammenlagern. Die Getreideoberfläche wird dabei feucht, man spricht auch vom Schwitzen des Mais. In diesem Zustand ist er für Schimmel anfällig, sodass die Lagerung sachgemäß sein muss. Der Schwitzprozess dauert rund ein bis zwei Monate.

Die Verarbeitung des Mais

Ein großer Teil des Mais wird zu Futtermittel verarbeitet. Die Pflanze wird geerntet, gehäckselt und anschließend vergoren oder die einzelnen Körner an Pferde, Schweine, Kühe und Geflügel verfüttert. Allerdings kann man mit Mais noch viele weitere Produkte herstellen, ganz abgesehen davon, dass man Mais natürlich essen kann.

Die am meisten produzierten Stoffe sind Maisstärke und Maiskeimöl. Die größte Menge an Stärke gewinnt man heutzutage aus Mais. Bis zu 15.0000 Tonnen Mais verarbeitet die Branche täglich. Um die Stärke zu gewinnen, muss diese vorsichtig aus dem Zellverband gelöst werden. Dabei sollte der Keimling nicht beschädigt werden, da die extrahierte Maisstärke sonst einen höheren Fettgehalt aufweist. Der Prozess ist aufwendig. Zuerst gibt man dem Mais Schwefeldioxid zu, anschließend lässt man ihn 30-50 Stunden lang quellen. Danach ist das Maiskorn weich und elastisch. Eine Düsen-Maschine trennt die Stärke vom Mais und wäscht und entwässert sie. Danach muss die Stärke trocknen.

Nutzung der Maispflanze

Maisstärke ist Grundlage für viele Produkte

Die Maisstärke dient als Grundlage für die Herstellung von Traubenzucker und Glukosesirup, als Bindemittel für Fertigsuppen, Soßen und Ketchup und als Backzutat. Auch für die Produktion von kompostierbarem Geschirr wird Maisstärke benutzt. Diese wird zunächst in Dextrose umgewandelt und dann zu Milchsäure gespalten und zum Schluss zu Polymilchsäure verflüssigt. Der daraus entstehende Kunststoff ist vielseitig anwendbar. Mittlerweile gibt es Essschalen, Becher, Besteck und Getränkeflaschen aus Maisstärke.

Mit dem Biokunststoff können Bioplasten-Hüllen für elektronische Geräte und Öko-Spielzeug hergestellt werden. Auch für Handtaschen, Plastiktüten, Windelfolien, Verpackungen und Mülltüten gibt es kompostierbare Produkte aus Mais. Mais eignet sich hervorragend als Biotreibstoff. In den USA verarbeitet die Branche ein Drittel der Maisernte zu Bioethanol. Dieser entsteht durch die Vergärung des Maiszuckers.

Die Maispflanze findet hauptsächlich als Futtermittel für Tiere und als Nahrungsmittel Verwendung. In vielen Industrieländern spielt die Maispflanze in der Bioenergie eine wichtige Rolle. Sie wird zum Beispiel zur Energiegewinnung in Biogasanlagen benutzt. In der Industrie ist die Maisstärke ein Ausgangsprodukt für die Herstellung von Biokunststoffen oder umweltfreundlichem Füllmaterial.

Die Kolbenspindeln finden als Ölbindemittel Anwendung. In den USA werden sie auch zu Tabakpfeifen geschnitzt. In vielen lateinamerikanischen und afrikanischen Ländern stellt Mais ein Grundnahrungsmittel dar. Aus den Maiskörnern kann man Mehle und Grieße sowie Maisstärke herstellen. Diese dienen zur Weiterverarbeitung für Glukosesirup, Maiskeimöl, Polenta, Tortillas und vielem mehr. Auch Bier und Bourbon Whisky kann aus Mais gebrannt beziehungsweise hergestellt werden. Das Maiseiweiß findet als Gewürzbasis Anwendung.

Das Maiskeimöl und die Maisstärke sind zudem nützliche Heilmittel. Maisstärke ist ein wichtiger Hilfsstoff in der Tablettenherstellung. Das Maiskeimöl ist aufgrund seines hohen Linolsäuregehalts ein wertvolles Speise- und Körperöl, weshalb es in der Kosmetik häufig verwendet wird. Die giftigen Maisgriffel als Tee zubereitet, wirken harntreibend.

Mais hat als nachwachsender und biologisch abbaubarer Rohstoff in der Zukunft ein noch größeres Innovationspotenzial. Mittlerweile finden die Maisspindeln und die Maisstärke in über 600 Produkten des täglichen Lebens Anwendung. Der Maisanbau wird deshalb immer weiter an Bedeutung gewinnen.

Genuss – und Lebensmittel aus Mais

Mais zählt zum Getreide und wird der Familie der Süßgräser zugeordnet, zu der auch Reis und Zuckerrohr gehören. Die Pflanze wurde bereits 5.000 v. Chr. angebaut und galt schon immer als nährstoffreiches Lebensmittel. Im Laufe der Jahrtausende züchtete man den wilden Mais immer weiter, um ihn an die verschiedenen Klimazonen anzupassen. Heute zählt die Maispflanze zu den wichtigsten Anbauprodukten der Welt. Sie kann überall wachsen und es gibt unterschiedlichste Maissorten für vielseitige Anwendungen. Neben Futtermittel und Biomasse ist der Mais ein weitverbreitetes Lebensmittel.

Produkte auf Basis von Mais

Produkte und Genussmittel aus Mais gibt es unendlich viele. Die meisten Lebensmittel bestehen aus den Maiskörnern, dem Maisgries, dem Maismehl oder der Maisstärke. Mais ist in Coca Cola, Cornflakes, Erdnussbutter, Fleischwaren, Getränkepulver, Käse, Ketchup, Polenta, Popcorn, Süßstoffen, Salatsoßen und Wurstwaren enthalten. Aus Mais wird Maisbrot, Grütze, Brei oder Pudding erstellt.

Aus Mais kann man sogar Bier gewinnen. Das bekannteste Maisbier ist das Corona-Bier aus Mexiko. In der Inka-Kultur war das Bier bereits fester Bestandteil der Ernährung und auch in Afrika hat das Maisbier eine lange Tradition.

Das Maiskeimöl, das aus den fetthaltigen Keimen der Maiskörner gewonnen wird, ist ein beliebtes Speiseöl. Man verwendet es vorwiegend zum Kochen und Braten, da das Öl raffiniert ist und beim Kochen keine schädlichen und krebserregenden Stoffe entstehen.

Zudem werden Bestandteile des Maises zu Lebensmittelzusatzstoffen verarbeitet, die für die Herstellung von anderen Produkten verwendet werden. Dazu zählen Zusatzstoffe wie Ascorbinsäure, Backpulver, Zitronensäure, Milchsäureethylester, Ethylen, Maissirup, Gluten, Maltodextrin, Polydextrose, Saccharin, Saccharose, Stärke, Vanille-Extrakt, Verdickungsmittel und Weißer Essig.

Unterschiedliche Maissorten und ihre Verwendung

Die bekanntesten Maissorten, die in der Nahrungsmittelindustrie verwendet werden, sind:

  • Zahnmais ist eine Maissorte, die hauptsächlich in den USA angebaut wird und weiche und harte Stärke besitzt. In der Regel wird dieser Mais zu anderen Produkten weiterverarbeitet oder als Viehfutter verwendet.
  • Puffmais ist eine Maissorte, die mit Wasser gefüllte Hohlräume im Kerninneren aufweist. Beim Erhitzen ändert das Wasser seinen Aggregatszustand und wird zu Dampf. Im Inneren des Maiskorns entsteht dadurch ein enormer Druck, sodass der Mais bei etwa 250 ºC explodiert und Popcorn entsteht. Popcorn kann man nur mit Puffmais herstellen.
  • Zuckermais entstand aus einer Mutation und reift schneller als andere Maissorten. Er schmeckt süß und besitzt keine Stärke sondern, Glucose, Fructose und Saccharose. Den Zuckermais kann man roh essen oder kochen, beziehungsweise grillen.
  • Wachsmais ist äußerlich nicht vom Zuckermais zu unterscheiden. Die darin enthaltene Stärke besitzt allerdings besondere Eigenschaften. Der Wachsmais findet als Verdickungsmittel in Fertiggerichten, Salatsaucen, Suppen, Säuglingsnahrung und Milchprodukten Verwendung.
  • Weichmais ist eine Maissorte, die zu Maismehl verarbeitet wird. Mit diesem Mais kann man Teige und Tortillas erstellen.

Inhaltstoffe des Mais

Mais besitzt wie alle Süßgräser essenzielle Inhaltstoffe. Die Pflanze ist eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung und Gewinnung von Stärke, Zellulose, Zucker, Fetten und ätherischen Ölen. Zudem kann Mais als Werk-, Kunst- und Baustoff verwendet werden. Mais ist heute weltweit in vielen Küchen ein beliebtes Nahrungsmittel. Die bekanntesten Produkte aus Mais sind Cornflakes, gekochte Maiskörner, Maisbrei, Maisreis, Popcorn, Maisöl und Maismehl. Im Gegensatz zu den anderen Süßgräsern besitzt Mais kein Gluten und kann deshalb von Menschen, die unter Zöliake leiden, verzehrt werden. Es gibt über 5.000 verschiedene Maissorten und das Getreide ist wirtschaftlich von großer Bedeutung. Die bekanntesten Maisarten sind Zuckermais, Futtermais, Weichmais, Hartmais und Zahnmais.

Mais – Wertvoll und gesund

Mais besteht erstaunlicherweise zu über 72 Prozent aus Wasser. Daneben befinden sich in der Pflanze zahlreiche Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate sowie Glukose, Fructose und Saccharose. Mais besitzt einen großen Zuckeranteil, der sich, je länger der Mais liegt, in Stärke umwandelt. Die wichtigsten Vitamine im Mais sind Vitamin A, Vitamin C, Vitamin B und Vitamin E.

Weiterhin besitzt die Pflanze viele Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor und Zink. Auch die für den Menschen essenziellen Fettsäuren Leucin, Valin, Phneylalanin, Isoleucin und Threonin, die zu den Aminosäuren zählen, sind im Mais enthalten. Diese kann der Mensch nicht selbst herstellen, sind aber lebensnotwendig für den Organismus und die Funktionstüchtigkeit des Körpers.

In den sekundären Pflanzenstoffen befinden sich zudem Carotionoide Farbstoffe wie Lutein und Zeaxanthin, die für die gelbliche Färbung der Maiskörner zuständig sind. Im menschlichen Körper schützt sie die Netzhaut im Auge vor freien Radikalen. Mais ist ein kalorienarmes Nahrungsmittel. 100 Gramm frischer Mais haben etwa 330 Kalorien. Die Kalorien verringern sich nach der Verarbeitung noch mehr. Dosenmais besitzt rund 80 Kalorien auf 100 Gramm.

Mais zählt zu den ballaststoffreichen und gesunden Lebensmitteln, die helfen, die Verdauung anzuregen. Am gesündesten ist frischer Mais, da er direkt nach der Ernte einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen besitzt. Der Dosenmais oder gefrorener Mais weist einen deutlichen Vitaminverlust auf. Die Mineralstoffe bleiben allerdings komplett enthalten. Wer regelmäßig Mais zu sich nimmt, der unterstützt das Herz-Kreislaufsystem und erhält die Sehkraft.

Die Inhaltstoffe verhelfen zu einer elastischen Haut und lindern Harnwegserkrankungen und Blasenentzündungen. Sie haben entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkungen und beruhigen den Organismus. Mais hilft weiterhin bei Nierensteinen, Ödemen, Bluthochdruck, Arthritis und Konzentrationsstörungen.

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