Nagelpilz vorbeugen

Wenn der Nagel die Farbe verändert, sich verdickt und bröckelig wird, ist zumeist der Nagelpilz die Ursache, auch wenn im Volksmund häufig vom „Holznagel“ die Rede ist, es handelt sich um eine fortschreitende und prinzipiell ansteckende Infektion der Nägel durch Pilzbefall. Meist beginnt sie damit, dass der Nagel vom Rand anfangend eine gelbe Farbe annimmt, die infizierte Fläche wächst in Richtung Pfalz, bis irgendwann der komplette Nagel befallen ist.

Im weiteren Verlauf verdickt sich der Nagel zusätzlich und die Färbung kann variieren, von unterschiedlichen Gelb- und Brauntönen, bis hin zu schwarzblau. Zuletzt droht der komplette Verfall des Nagels. Liegt bereits ein Befall des gesamten Nagels bis in die Nagelpfalz vor, wächst dieser stets mit dem Nagelpilz infiziert nach. Der Nagelpilz selbst macht sich nicht durch jucken oder brennen bemerkbar.

Symptome von Nagelpilz

Wenn sich ein Pilz im Nagel einbettet, wird das Eiweiß Keratin, welches für die Härte des Nagels verantwortlich ist angegriffen. Der Nagel wird bröckelig und verfärbt sich sehr unschön. Wer diese Symptome bei sich feststellt, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. In den Apotheken werden zwar pilzabtötende Mittel gegen Nagelpilz verkauft, dennoch sollte der Ursache medizinisch auf den Grund gegangen werden.

Die Ursachen von Nagelpilz

Zumeist befällt der Nagelpilz die Fußnägel, seltener die Fingernägel. Wie für Pilze typisch, bevorzugt er ein feuchtes und wenig durchlüftetes Milieu. Häufig entwickelt er sich aus einer nicht behandelten Fußpilzerkrankung, eine Infektion droht ebenfalls dort, wo viele Menschen barfuß gehen. Betroffen vom Nagelpilz sind vor Allem ältere und in der Abwehr geschwächte Menschen, dann hat der Pilz ein leichtes Spiel.

Eine Gefahr für Infektionen sind auch Nagel- und Kosmetikstudios, in denen mangelhafte hygienische Bedingungen herrschen. Vor einer Pilzerkrankung der Nägel im öffentlichen Raum hingegen brauch man sich nicht übermäßig zu fürchten, da die Fingernägel nur in Ausnahmefällen befallen werden, eben bei stark geschwächter Immunabwehr, die gesunde Hautflora der Hände bietet im Regelfall genügend Gegenwehr.

Die Behandlung von Nagelpilz

Insgesamt ist die Behandlung sehr langwierig. Der Einsatz von häufig beworbenen Nagellacken, oder auch dem Hausmittel Teebaumöl, macht nur dann Sinn, wenn weniger als 60-70 % des Nagels befallen sind. Ist der gesamte Nagel bis zur Pfalz befallen, wird er, wie schon erwähnt, auch infiziert nachwachsen, so dass der Einsatz von Nagellacken eine reine Zeit- und Geldverschwendung wären. In diesem Fall hilft nur noch eine systemische Vorgehensweise, in Form von Tabletten, diese können in manchen Fällen, Hautirritationen oder Verdauungsstörungen als Nebenwirkungen aufweisen.

Der Nagel wächst nach Anschlagen der Behandlung von der Pfalz her klar nach und erreicht sein vollständiges ursprüngliches Erscheinungsbild nach etwa 6-9 Monaten. Während dieser Zeit kann, um die Optik des Nagels zu verbessern, bisweilen eine medizinische Fußpflege in Anspruch genommen werden. Eine chiurgische Entfernung der Nägel wird heute im Regelfall nicht mehr vorgenommen, zumal der Erreger auch hierbei in tieferen Hautschichten mitunter nicht komplett ausgemerzt wird. Der Ansprechpartner bei einer Nagelpilzerkrankung sollten der Hausarzt, oder gleich ein Dermatologe sein.

Dauer der Behandlung von Nagelpilz

Wenn tatsächlich Nagelpilz diagnostiziert wurde, sollte sich der Betroffene auf eine lange Therapie einstellen. Die Behandlung des Nagelpilzes wird so lange erfolgen, bis der Nagel wieder völlig gesund nachgewachsen ist. Dies ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Ausschlaggebend für die Dauer der Behandlung ist beispielsweise, welcher Zehnagel befallen ist, wie akut sich der Pilz dort ausgebreitet hat und wie der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist.

Liegt eine Diabetes oder Durchblutungsstörung vor, oder ist der Patient bereits älter, wachsen die Nägel wesentlich langsamer. Es kann vorkommen, dass eine Behandlung sich nur über cirka drei Monate oder aber auch in Extremfällen über zwei Jahre hinzieht.

Mittel zur Behandlung von Nagelpilz

Zur Behandlung des Nagels wird vom Hausarzt eine Tinktur oder ein Nagellack verschrieben werden. Häufig werden zusätzlich Tabletten gegen den Nagelpilz verordnet. In diesen befinden sich so genannte Antimykotika, die pilzabtötende Wirkstoffe enthalten. Diese dringen entweder von innen oder außen in die Nagelschichten ein. Damit werden die Pilze angegriffen und unschädlich gemacht.

Ist nur ein geringer und oberflächlicher Teil des Nagels vom Nagelpilz betroffen, reicht die Behandlung, bzw. Therapie mit einer Tinktur oder mit Lack häufig aus. Wenn die Erreger jedoch bereits die Hälfte der Nagelplatte eingenommen haben oder gar mehrere Nägel infiziert sind, wird die Beigabe von Tabletten unausweichlich sein. Eine solche Kombi – Therapie beschleunigt den Heilungsprozess und die Wahrscheinlichkeit, dass der Pilz komplett beseitigt wird, erhöht sich.

Betroffene sollten, bevor die Tinktur bzw. Lack möglichst dünn aufgetragen wird, unbedingt die dem Produkt beigefügten Nagelfeilen gegen den Nagelpilz verwenden. Das erkrankte Nagelmaterial wird abgetragen und der Wirkstoff hat die Möglichkeit besser einzudringen. Da die Feilen sich nur zur einmaligen Anwendung eignen, sollte in einer Fußpflegepraxis oder beim Hautarzt der Nagel professionell abgeschliffen werden. Bei der Anwendung mit den beigelegten Nagelfeilen ist es nicht möglich, Pilzzellen, welche sich zwischen den, in den Nagelschichten befindlichen luftgefüllten Hohlräumen einnisten, entgegenzuwirken.

Wird eine Behandlung mit Tabletten angeordnet sollte der Betroffene auf eventuelle Lebererkrankungen hinweisen, da bei längerem Gebrauch die Leber unter Umständen angegriffen werden kann. Sollten die Pilzkeime durch die Arzneimittel nicht komplett abgetötet worden sein, weil die Therapie zu früh beendet wurde, besteht die Möglichkeit, dass sich der Pilz wiederholt ausbreitet.

Vorbeugung von Nagelpilz

Nach der Genesung, aber auch allgemein, sollte das Augenmerk natürlich der Vorbeugung dienen, damit erst gar kein lästiger und unschöner Pilz entsteht. Wichtig hierbei ist es natürlich, dass der Fuß stets trocken und gut belüftet ist, empfehlenswert sind daher atmungsaktive Schuhe und Socken, in denen der Fuß nicht allzu sehr schwitzt.

Im Sommer können auch gerne Sandalen oder offene Schuhe getragen werden. Nach dem Duschen sollten die Zehenzwischenräume gut abgetrocknet werden. In Schwimmbädern, Saunen oder Umkleidekabinen können Badeschlappen eine Infektion verhindern. Bei der Wahl des Nagel- oder Fußpflegestudios sollte besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, dass die Utensilien nach jeder Benutzung desinfiziert werden.

Weiterführende Infos zu Nagelpilz

Autorin: Maria Klingel, Heilpraktikerin

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