Wie gesund ist Grapefuitsaft?

Sie gilt als Schlankmacher und kann den Blutzuckerspiegel senken, die Grapefruit gilt zurecht als Königin der Zitrusfrüchte! Ihr hoher Gehalt an Vitamin C sowie viele weitere Inhaltsstoffe wie die zu den Flavonoiden gehörenden Lykopine und der Ballaststoff Pektin sind für ihre förderlichen Wirkungen verantwortlich.

Grapefruitsaft Inhaltsstoffe

Neben 42 mg Vitamin C auf 100 g enthält die Grapefruit große Mengen an Mineralien und Spurenelementen, Vitamine der B-Gruppe, Lykopine, aber auch Naringin.

Nährwert-Tabelle:

Einheit / 100 gAnteil empfohlene Tagesdosis (2000 kCal)
Brennwert161–209 kJ (38–50 kcal)1,6 %
Wasser86–89 gNA
Zuckerca. 8 g3 %
Fett0,2 g0,1 %
Kalium180 mg9 %
Calcium18 mg2 %
Magnesium10 mg3 %
Vitamin C44 mg59 %

Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Grapefruit#Inhaltsstoffe

Lycopin

Das auch als Leukopin bezeichnete Lycopin gehört zu den Carotinoiden und verleiht der Grapefruit ihre Farbe. Wie die meisten Flavonoide wirkt es als starke Antioxidanz und fängt freie Radikale so schützt Lycopin den Körper vor Zellschädigungen.

Es gibt erste Hinweise darauf, dass Lycopin das Risiko für die Erkrankung an Herzkreislauf-Problemen sowie Krebs und Diabetes senkt. Insbesondere für Prostatakrebs gibt es vielversprechende erste Studien.

Pektin

Bei Pektinen handelt es sich um Ballaststoffe die in den Zellwänden der Grapefruit vorkommen, der Gehalt ist demnach unter anderem in den Mittellammellen am höchsten. Dies ist auch der Grund, warum Saft mit Fruchtfleisch am gesündesten ist.

Pektine werden ebenfalls von der Lebensmittelindustrie als Geliermittel eingesetzt. Medizinische Anwendungen finden sich vor allem in den entgiftenden und cholesterinsenkenden Eigenschaften sowie bei der Durchfallbehandlung.

Naringin

Naringin gehört zu den Polyphenolen, es handelt sich um ein Glycosid, das dem Grapefruitsaft seinen bitteren Geschmack verleiht. Die Wirkung von Naringin ist hauptsächlich antioxidativ und ebenso lipidsenkend.

Der Naringin-Gehalt in Grapefruits ist auch im Vergleich mit anderen Zitrusfrüchten wie Orangen, Zitronen und Limonen sehr hoch, denn dort ist er nur in Spuren nachweisbar.

Grapefruitsaft hilft beim Abnehmen

Grapefruitsaft gilt schon seit längerem als Geheimtipp zum Abnehmen. Die ersten wissenschaftlich belastbaren Studien wurden an der Universität von Kalifornien durchgeführt. Es konnte gezeigt werden, dass Grapefruitsaft signifikant die Gewichtszunahme hemmt und zwar unabhängig davon wie fettreich die alltägliche Ernährung ausfällt. In der Studie sank das Körpergewicht um 18,4 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe. Zusätzlich sank der Blutzuckerspiegel und damit das Risiko an Diabetes zu erkranken.

Zwar besitzt Naringin eine lipidsenkende Wirkung, der sekundäre Pflanzenstoff ist jedoch nicht allein für die Wirkung beim Abnehmen verantwortlich, vielmehr geht es um die gesamte Kombination der Inhaltsstoffe von Grapefruitsaft und dadurch entstehende Synergieeffekte.

Grapefruitsaft oder Grapefruitkernextrakt?

Grapefruitkernextrakt wird im Gegensatz zu Grapefruitsaft, auch mit Fruchtfleisch, ausschließlich aus den Kernen der Zitrusfrucht hergestellt. Diese haben eine andere Zusammensetzung und besitzen einen wesentlich höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen. Aus diesem Grund kann Grapefruitkernextrakt bei verschiedenen Leiden helfen.

Grapefruitkernextrakt wirkt:

  • Antibakteriell
  • Antifungal
  • Antiviral

Durch diese Wirkweisen eignet sich das Extrakt sowohl für eine innere als auch äußere Anwendung. Es sollte allerdings nicht unverdünnt verwendet werden, da dies zu starken Reizungen führen kann. Haut- und Nagelpilze, Erkältungen und grippale Infekte, Parasiten und entzündliche Erkrankungen wie Akne können mit Grapefruitkernextrakt behandelt werden.

Gefährliche Wechselwirkungen

Grapefruitkernsaft ist sehr gesund, in Kombination mit der Einnahme von Medikamenten ist jedoch Vorsicht geboten. Insbesondere Naringin, aber auch weitere Inhaltsstoffe beeinflussen die Wirkung von zum Beispiel Blutdruckmedikamenten, Schmerzmitteln und Antiallergika. Naringin hemmt Enzyme, die für die Aufnahme von Wirkstoffen im Darm verantwortlich sind. So kann die Wirksamkeit von Medikament gehemmt werden, da die benötigte Konzentration im Blut nicht mehr erreicht wird. Außerdem kann der Stoffwechsel in der Leber gehemmt werden, so dass die Wirkdauer von Medikamenten verändert wird.

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Grapefruit
https://de.wikipedia.org/wiki/Lycopin
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0099070
https://www.chemie.de/lexikon/Pektine.html