Melkfett – die besondere Hautpflege

Melkfett ist eine besondere Hautpflege, die gegen Hornhaut hilft, vor Kälte schützt oder auch vor Druckstellen. Bereits vor Jahrzehnten wurde es in der Tierzucht eingesetzt, wo bei Milchtieren ein Wundwerden der Zitzen damit verhindert wurde. Doch das für Menschen angewendete Pflegeprodukt wurde weiterentwickelt und enthält keine schädlichen Stoffe. Es hat heute mit dem Ursprung aus der Milchindustrie kaum noch Gemeinsamkeiten außer dem Namen.

Medizin und Kosmetik

Das heute bekannte, aufbereitete Melkfett ist für Medizin und Kosmetik geeignet. Vor allem bei Hautproblemen findet es Anwendung, da weitere Pflegestoffe wie Bienenwachs oder Calendula oder Vitamin E beigefügt werden.

Die heutigen Inhaltsstoffe des Melkfetts

Hochwertige Wachse und Öle sind es, die heute die Grundbestandteile des Melkfettes für den menschlichen Gebrauch ausmachen. Kombiniert werden diese mit Vaseline und weiteren Inhaltsstoffen wie Kamille oder Sojaöl. Zudem wird das Produkt homogenisiert und dezent parfümiert.

Einsatzgebiete des Melkfetts

Fernarzt

Vor allem gegen Hornhaut wird ihm eine heilende Wirkung nachgesagt, da es diese aufweicht. Durch den Film, den das Melkfett auf der Haut bildet, kann keine Hautfeuchtigkeit entweichen, wodurch die Hornhaut aufquillt und ganz einfach entfernt werden kann. Weiterhin schützt es die Haut bei Temperaturschwankungen, da so nicht zu viel Wärme über die Haut abgegeben wird. Dazu kommt ein moderater UV-Schutz. Ein weiteres Einsatzgebiet des Melkfettes ist die Massage. Denn es sorgt für weiche und geschmeidige Haut, was es auch in der Altenpflege und in Krankenhäusern beliebt macht.

Ein ganz anderes Einsatzgebiet sind Frisuren. Dabei wird das Melkfett als Haarwachs bzw. Pomade eingesetzt. Bei den Anwendungen an Haut und Haaren wird allerdings empfohlen, nicht öfter als einmal wöchentlich diese Creme aufzutragen. Denn durch den hohen Fettgehalt kann es zu einer Verschlechterung der Haut führen. Die Haut würde bei häufiger Anwendung verstopfen.

Entfernung nach Einwirkungsdauer ist entscheidend

Damit nur die guten Eigenschaften des Melkfettes wirken, nicht aber die Nebenwirkungen, sollte die Creme nicht länger als ein paar Stunden auf der Haut verbleiben. Keinesfalls über Nacht, sondern mittels eines Peelings entfernt werden. Will man jedoch rissige Stellen oder Hornhaut an Füßen oder Ellenbogen behandeln, kann dies auch öfter angewendet werden.